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Schädliche Feinstaubpartikel durch Luftverschmutzung



Obwohl die Feinstaubkonzentrationen in der Schweiz seit Ende der 1980er Jahre zurückgegangen sind, liegen sie immer noch deutlich über den Grenzwerten. Winterliche Inversionswetterlagen führen aufgrund des fehlenden Luftaustausches beinahe alljährlich zu hohen Belastungsepisoden.

Feinstaub besteht aus Partikeln mit einem Durchmesser von weniger als 10 Taustendstelmillimeter. Die auch als PM10 bezeichneten Luftschadstoffe gelangen als primäre Partikel beispielsweise aufgrund von Holzfeuerung oder dem Verkehr in die Atmosphäre. Mehr als die Hälfte der Aerosole aber wird erst in der Atmosphäre aus gasförmigen Emissionen wie Stickoxiden, Ammoniak, Schwefeldioxid und Kohlenwasserstoffen gebildet (sogn. sekundäre Partikel). Damit tragen verschiedenste Emissionsquellen wie Feuerungen, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft zum Problem bei.

Für unsere Gesundheit ist Feinstaub nicht gleich Feinstaub. Besonders schädlich sind die allerkleinsten Partikel und krebserregender Russ aus Dieselmotoren und der Holzverbrennung. Die kleinsten Partikel dringen bis in die Lungenbläschen vor und können von dort sogar bis in die Blutbahnen gelangen. Neben Erkrankungen der Atemwege kann die Feinstaubbelastung auch zu Herz-Kreislauf-Beschwerden führen. Verschiedene epidemiologische Studien belegen eindeutig, dass eine erhöhte Feinstaubbelastung jährlich zu zusätzlichen Todesfällen in der Schweiz führt.  

Das FME setzt sich ein für eine Reduktion der Feinstaubemissionen. Der Krebs erzeugende Dieselruss gilt es so weit wie möglich zu verhindern. Dazu gehört insbesondere die Ausrüstung von Dieselmotoren mit Partikelfiltern. Holzfeuerungen sind eine substantielle PM-Quelle, die mit technischen und politischen Massnahmen reduziert werden müssen.

Weitere Informationen zum Thema:

"Feinstaub in der Schweiz - Zusammensetzung, Quellen, Auswirkungen",
Referat von Prof. Dr. Urs Baltensperger, Labor für Atmosphärenchemie,
Paul Scherrer Institut an der FME-Mitgliederversammlung vom 6. März 08.

"Vorsicht Feinstaub", Energie-Spiegel NR. 19 / Juli 2008, Newsletter des
Paul Scherrer Instituts.

Informationsplattform www.feinstaub.ch herausgegeben von dem Cercl'Air (Schweizerische Gesellschaft der Lufthygiene-Fachleute), den kantonalen Luftreinhalte-Fachstellen sowie dem Bundesamt für Umwelt.

Nabel. Luftbelastung 2007. Messresultate des Nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe (NABEL). Neuste Ausgabe 2008.

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