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Nuklearmedizin erkennt gesundheitliche Störungen



Die Nuklearmedizin basiert auf dem Einsatz von radioaktiven Substanzen, die aus Gründen der Diagnose und der Therapie in kleinsten Dosen eingesetzt werden. Im Strahlungsverhalten erkennt der Mediziner gesundheitliche Störungen. Mit Strahlentherapien werden Krankheitsherde von innen heraus mit eigenen Waffen geschlagen. Am bekanntesten sind Therapien, insbesondere Krebstherapien, die auf Jod-131 basieren.



Technetium-99



Technetium-99 ist ein Gammastrahler, der mit einer Halbwertszeit von sechs Stunden nahezu ideal für bildgebende Verfahren in der Nuklearmedizin geeignet ist. Das Radionuklid dient dabei der Markierung von Stoffen, die sich bevorzugt in dem zu untersuchenden Gewebe anreichern. Die emittierte Gammastrahlung wird von einer Spezialkamera aufgefangen und in ein Bild des entsprechenden Organs umgesetzt. So kann der Nuklearmediziner beispielsweise erkennen, ob Knochen von Metastasen befallen sind oder ob die Nierenfunktion gestört ist.

Wegen der kurzen Halbwertszeit von Technetium-99 werden die Spitäler mit dem Mutterisotop Molybdän-99 beliefert, welches dann in Technetium-99 zerfällt. Da sich die Menge des Molybdäns mit einer Halbwertszeit von 66 Stunden alle drei Tage halbiert, sind die Spitäler auf wöchentliche Lieferungen angewiesen. Das setzt eine stetige Produktion von Molybdän-99 voraus, welche in Reaktoren mit hohem Neutronenfluss erfolgt. Bei der am weitesten verbreiteten Herstellungsmethode wird hochangereichertes Uran durch den Beschuss mit Neutronen gespaltet, woraus das Radionuklid Molybdän-99 als ein Spaltprodukt hervorgeht.

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